

Candida Höfer zeigt zwei Perspektiven auf das Kino im Museum Ludwig: Zum einen die leere Projektionsfläche, zum anderen den Blick auf die Rückwand, hinter der sich der Projektionsraum verbirgt. Das Spezifische der Architektur, die für ein Kino doch ungewöhnlich ist - die ursprüngliche Planung des Ortes sah eine Kombination von Kino und Kammermusiksaal vor -, ist in dem unverwechselbaren Stil der Künstlerin erfasst.
Seit den frühen 1980er Jahren fotografiert Höfer öffentliche Orte wie Museen, Bibliotheken, Wartesäle, Zoos und Kinos. Die Aufgabe dieser Räume ist in der Regel auch, mit ihrer Einrichtung, ihrer Architektur und ihrer Beleuchtung zu repräsentieren. Zwar ändert Höfer keines der drei Elemente bei ihrer Arbeit, aber sie wechselt die Perspektive auf die in der Regel menschenleere Räume. Auf diese Weise vermeidet sie die Repräsentationsfunktion fotografisch zu wiederholen, sondern deckt statt dessen die Geschichte und die heutige Wertschätzung der Orte auf.
Beim Erwerb beider Fotografien gilt das reduzierte Angebot von 1.500 €.