FILMGESCHICHTEN

Das Fest – Feiern im Film

Das Fest als Moment erhoffter kollektiver Freude und relativer Freiheit von den Pflichten und Sorgen des Alltags fungiert im Film oftmals als dramatischer Kipp- und Wendepunkt: Hochzeiten lassen Familien auseinanderbrechen, um sie anschließend neu zusammenzuführen; dröhnende Partys rücken Subkulturen ins Visier der Mehrheitsgesellschaft; feierliche Anlässe werden zu Bühnen, auf denen selbst politische Ordnungen ins Wanken geraten. Wo gefeiert wird, werden Normen sichtbar, Regeln geprüft und Machtverhältnisse verhandelt – mitunter öffnet sich dabei ein Freiraum, in dem andere Formen des Zusammenlebens denkbar werden.

Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums widmet sich das Filmforum von April bis Dezember 2026 in neun Programmen dem Feiern als filmischen Motiv. Von den 1930er-Jahren bis heute entfalten die ausgewählten Filme unterschiedlichste Erwartungen an und Ausprägungen von feierlichen Momenten – vom streng choreografierten Zeremoniell bis zur ekstatischen Grenzüberschreitung. Eines eint die Filme: Sie blicken nicht nostalgisch auf vergangene Zeiten zurück, sondern begreifen das Feiern ihrer jeweiligen Gegenwart als Ausdruck und Symptom ihrer Zeit. Gerahmt werden die Programme von Einführungen und Filmgesprächen.

  Programm (Pdf)

Mi., 15.4. 19:00 Uhr

Filmgeschichten: Das Fest – Feiern im Film

DIE SCHWESTER DER BRAUT

USA 1938, 92’, DCP, OmU, R: George Cukor

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