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FILMGESCHICHTEN

Das Fest – Feiern im Film

Das Fest als Moment erhoffter kollektiver Freude und relativer Freiheit von den Pflichten und Sorgen des Alltags fungiert im Film oftmals als dramatischer Kipp- und Wendepunkt: Hochzeiten lassen Familien auseinanderbrechen, um sie anschließend neu zusammenzuführen; dröhnende Partys rücken Subkulturen ins Visier der Mehrheitsgesellschaft; feierliche Anlässe werden zu Bühnen, auf denen selbst politische Ordnungen ins Wanken geraten. Wo gefeiert wird, werden Normen sichtbar, Regeln geprüft und Machtverhältnisse verhandelt – mitunter öffnet sich dabei ein Freiraum, in dem andere Formen des Zusammenlebens denkbar werden.

Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums widmet sich das Filmforum von April bis Dezember 2026 in neun Programmen dem Feiern als filmischen Motiv. Von den 1930er-Jahren bis heute entfalten die ausgewählten Filme unterschiedlichste Erwartungen an und Ausprägungen von feierlichen Momenten – vom streng choreografierten Zeremoniell bis zur ekstatischen Grenzüberschreitung. Eines eint die Filme: Sie blicken nicht nostalgisch auf vergangene Zeiten zurück, sondern begreifen das Feiern ihrer jeweiligen Gegenwart als Ausdruck und Symptom ihrer Zeit. Gerahmt werden die Programme von Einführungen und Filmgesprächen.

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Über das Filmforum NRW

Das Filmforum NRW ist ein Ort für Filmgeschichte und zeitgenössische Filmkultur im Museum Ludwig. Es ist das bundesweit einzigartige Modell eines die Stadtgrenzen übergreifenden Forums. Seit 2006 ist es Aufführungsort für Filmfestivals, Premieren, thematische Programmreihen sowie Konferenzen, Vorträge und Filmgespräche. Der Kinosaal mit 257 Plätzen und das direkt anschließende Foyer bieten vielfältige Möglichkeiten für alle Veranstaltungen.