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FILMGESCHICHTEN

Das Fest – Feiern im Film

Das Fest als Moment erhoffter kollektiver Freude und relativer Freiheit von den Pflichten und Sorgen des Alltags fungiert im Film oftmals als dramatischer Kipp- und Wendepunkt: Hochzeiten lassen Familien auseinanderbrechen, um sie anschließend neu zusammenzuführen; dröhnende Partys rücken Subkulturen ins Visier der Mehrheitsgesellschaft; feierliche Anlässe werden zu Bühnen, auf denen selbst politische Ordnungen ins Wanken geraten. Wo gefeiert wird, werden Normen sichtbar, Regeln geprüft und Machtverhältnisse verhandelt – mitunter öffnet sich dabei ein Freiraum, in dem andere Formen des Zusammenlebens denkbar werden.

Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums widmet sich das Filmforum von April bis Dezember 2026 in neun Programmen dem Feiern als filmischen Motiv. Von den 1930er-Jahren bis heute entfalten die ausgewählten Filme unterschiedlichste Erwartungen an und Ausprägungen von feierlichen Momenten – vom streng choreografierten Zeremoniell bis zur ekstatischen Grenzüberschreitung. Eines eint die Filme: Sie blicken nicht nostalgisch auf vergangene Zeiten zurück, sondern begreifen das Feiern ihrer jeweiligen Gegenwart als Ausdruck und Symptom ihrer Zeit. Gerahmt werden die Programme von Einführungen und Filmgesprächen.

  FILMGESCHICHTEN

 

20 JAHRE FILMFORUM NRW

20 JAHRE GEMEINSAM GESTALTETE UND GELEBTE KULTUR

Unter dem Motto „Das Fest – Feiern im Film“ wurde am 15. April im vollbesetzten Kino im Museum Ludwig das 20-jährige Bestehen des Filmforum NRW e. V. gefeiert. Zahlreiche Gäste aus Film, Kunst, Musik, Kultur und langjährige Besucher:innen kamen zusammen, um zwei Jahrzehnte engagierte und lebendige Filmkultur zu würdigen. Unter den Anwesenden waren Derya Karadag (Bürgermeisterin der Stadt Köln), Vertreter:innen der Mitgliedsinstitutionen – darunter Dr. Yilmaz Dziewior (Direktor Museum Ludwig), Ewa Bogusz-Moore (Intendantin Kölner Philharmonie und GF Köln/Musik), Walid Nakschbandi (GF Film- und Medienstiftung NRW), Nadja Radojevic (GF ifs Internationale Filmschule Köln), Caroline Nokel (Vorstand Filmszene), Prof. Mathias Antlfinger (Rektor Kunsthochschule für Medien Köln), Christian Hillen (Leitung Stadtgesellschaft, Events und Medien, Stadt Köln) und Alexander Bickel (Leitung PB Fiktion WDR) – sowie viele Weggefährt:innen, Filmschaffende und Partner:innen aus der Kölner Kulturlandschaft.

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Über das Filmforum NRW

Das Filmforum NRW ist ein Ort für Filmgeschichte und zeitgenössische Filmkultur im Museum Ludwig. Es ist das bundesweit einzigartige Modell eines die Stadtgrenzen übergreifenden Forums. Seit 2006 ist es Aufführungsort für Filmfestivals, Premieren, thematische Programmreihen sowie Konferenzen, Vorträge und Filmgespräche. Der Kinosaal mit 257 Plätzen und das direkt anschließende Foyer bieten vielfältige Möglichkeiten für alle Veranstaltungen.